Verbundprojekt Sicherheits- und Verteidigungsindustrie in Estland und Polen
Zielgruppe
Deutsche Unternehmen mit Fokus auf maritime Technologien zum Schutz von Infrastrukturen im Ostseeraum - Unterstützung deutscher Anbieter der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie beim Markteintritt und beim Auf- und Ausbau des geschäftlichen Engagements
Termin
2026 - 2027
Anmeldefrist
30. Juni 2026
Zielregion
Polen Estland
Förderprogramm
Das Markterschließungsprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE)
Modul
Verbundprojekt
Ihr Ansprechpartner

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) organisiert enviacon international ein Verbundprojekt für deutsche Unternehmen mit Fokus auf maritime Technologien zum Schutz von Infrastrukturen im Ostseeraum nach Estland und Polen. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU. Das Verbundprojekt ist Teil der Exportinitiative Sicherheits- und Verteidigungsindustrie. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen.
Programm
Branchen- und Ziellandinformationen
Zielmarktwebinar und -handout zur Vorbereitung sowie ein Länderbriefing als Auftakt vor Ort
Networking-veranstaltung
Präsentationsveranstaltung inkl. Firmenpräsentationen mit Vorstellung der Produkte bzw. Dienstleistungen für zielländisches Fachpublikum
Firmenbesuche
Gemeinsame Besuche zu relevanten Unternehmen und Behörden der Branche. Diese werden auf die teilnehmenden deutschen Unternehmen angepasst.
Individuelle B2B- Meetings
Individuelle und begleitete Geschäftsgespräche mit potenziellen Geschäftspartnern
Vorläufiges Programm
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Auftaktworkshop.
Juni 2026
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Informationsveranstaltung.
September 2026
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Markterkundungsreise.
September/Oktober/
November 2026
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Stuerungstreffen.
Januar 2027
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Strategie-Webinar.
März 2027
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Informationsreise nach Deutschland zur Security Essen / Euro Defence Expo (EUDEX).
April 2027
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Geschäftsanbahnungsreise nach Polen.
Juni 2027
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Leistungsschau in Estland.
September 2027
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Webinar.
Oktober 2027
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Abschluss und Nachbereitung.
November 2027
Geschäftschancen
Die stark steigenden Verteidigungsausgaben in Polen und Estland eröffnen deutschen Unternehmen der Verteidigungsindustrie erhebliche Geschäftsmöglichkeiten, insbesondere in den Bereichen Rüstung, Logistik, Digitalisierung und Infrastruktur.
Polen investiert massiv in den Ausbau seiner Streitkräfte und in Großprojekte wie den sogenannten „Ostschild“, der umfangreiche Nachfrage nach militärischer Technik, Bauleistungen und Überwachungssystemen erzeugt. Gleichzeitig entstehen durch Joint Ventures, etwa zwischen deutschen Konzernen und der polnischen Rüstungsgruppe PGZ, neue Produktions- und Kooperationschancen vor Ort.
Estland erhöht sein Verteidigungsbudget deutlich und plant bis 2029 Investitionen in Milliardenhöhe, was besonders Chancen für Anbieter moderner Waffensysteme, IT-Lösungen und Cybersicherheit schafft. Deutsche Firmen profitieren dabei von ihrem technologischen Know-how und ihrer starken Position in Schlüsselbereichen wie Fahrzeugbau, Sensorik und Munition. Zudem begünstigt die enge NATO- und EU-Zusammenarbeit grenzüberschreitende Beschaffungsprojekte. Die geografische Nähe zu Russland erhöht in beiden Ländern den politischen Willen, schnell und umfassend aufzurüsten. Daraus ergibt sich ein langfristig stabiles Marktumfeld für deutsche Anbieter. Auch Wartung, Ausbildung und Systemintegration bieten zusätzliche Erlöspotenziale.
Insgesamt entwickeln sich Polen und Estland damit zu strategisch wichtigen Zielmärkten für die deutsche Verteidigungsindustrie.
Chancen für deutsche Unternehmen
Deutsche Unternehmen finden in der polnischen maritimen Wirtschaft und Energieindustrie sowie in der estnischen Sicherheits- und Vereidungsindustrie bedeutende Geschäfts- und Partnerschaftsmöglichkeiten, insbesondere in:
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Hafen- und Energieinfrastruktur: Hydrotechnik, Terminalautomatisierung, Sicherheits-, Überwachungs- und Schutzsysteme, militärische Logistik sowie Offshore-Windtechnik.
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Cyber- und Informationssicherheit: Die Nachfrage an Cyberverteidigungslösungen, Software- und KI-basierte Verteidigungssysteme sowie fortschrittliche Sicherheitsarchitekturen wächst kontinuierlich.
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Autonome Systeme, Sensoren und Kommunikationstechnologie: Entwicklung und Integration autonomer Plattformen, sowie Kommunikations- und Sensorsysteme für den Verteidigungsbereich.
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Forschung, Entwicklung und internationale Kooperation:: F&E-Partnerschaften, Joint Ventures mit polnischen & estnischen Verteidigungsunternehmen, Technologietransfer, Kooperationen im Rahmen der estnischen Smart Defence Initiative.
Teilnahmebedingungen
Das Projekt ist Bestandteil des Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme am Projekt beträgt für jedes Programmjahr (12 Monats-Zyklus) in Abhängigkeit von der Größe des Unternehmens:
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750 EUR (netto) für Teilnehmende mit weniger als 2 Mio. EUR Jahresumsatz und weniger als 10 Mitarbeitenden
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2.550 EUR (netto) für Teilnehmende mit weniger als 150 Mio. EUR Jahresumsatz und weniger als 750 Mitarbeitenden
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4.500 EUR (netto) für Teilnehmende ab 150 Mio. EUR Jahresumsatz oder ab 750 Mitarbeitenden
Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten werden von den Teilnehmenden selbst getragen. Für alle Teilnehmenden werden die individuellen Beratungsleistungen in Anwendung der De-Minimis-Verordnung der EU bescheinigt. Teilnehmen können maximal 10 Unternehmen. Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt, wobei KMU Vorrang vor Großunternehmen haben.
Eine Übersicht zu weiteren Projekten des Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.gtai.de/mep abgerufen werden.
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