Verbundprojekt Sicherheits- und Verteidigungsindustrie in Estland und Polen
Zielgruppe
Deutsche Unternehmen mit Fokus auf maritime Technologien zum Schutz von Infrastrukturen im Ostseeraum - Unterstützung deutscher Anbieter der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie beim Markteintritt und beim Auf- und Ausbau des geschäftlichen Engagements.
Termin
2026 - 2027
Anmeldefrist
31. August 2026
Zielregion
Polen Estland
Förderprogramm
Das Markterschließungsprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE)
Modul
Verbundprojekt
Ihr Ansprechpartner

IIm Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) organisiert enviacon international in Kooperation mit der AHK Polen und der AHK Baltikum ein Verbundprojekt für deutsche Unternehmen der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie mit Fokus auf maritime Technologien zum Schutz von Infrastrukturen im Ostseeraum.
Das Verbundprojekt ist Teil der Exportinitiative Sicherheits- und Verteidigungsindustrie. Zielgruppe sind insbesondere kleine und mittlere deutsche Unternehmen. Als Teilnehmende werden fünf bis zehn deutsche Branchenunternehmen ausgesucht, die in einem Verbund gemeinsam den ausgewählten Zielmarkt Polen und Estland im Bereich maritimer Sicherheits- und Verteidigungsindustrie strategisch bearbeiten und erschließen. Ziel des Projekts ist es, den teilnehmenden deutschen Unternehmen durch ein Programm mit Hilfe des umfangreichen Instrumentariums der BMWE-Außenwirtschaftsförderung den erfolgreichen Einstieg in den Zielmarkt Polen und Estland zu ermöglichen und nachhaltig zu begleiten. Die deutschen Anbieter von maritimen Sicherheits- und Verteidigungstechnologien sollen nachhaltige Geschäftsbeziehungen zu den lokalen Akteuren aufbauen. Als Grundlage dafür werden umfangreiche branchenspezifische Marktkenntnisse vermittelt und zur effektiven Implementierung der Partnerschaften eine strategisch sinnvolle politische Flankierung angeboten.
Programm
Branchen- und Ziellandinformationen
Zielmarktwebinar und -handout zur Vorbereitung sowie ein Länderbriefing als Auftakt vor Ort
Networking-veranstaltung
Präsentationsveranstaltung inkl. Firmenpräsentationen mit Vorstellung der Produkte bzw. Dienstleistungen für zielländisches Fachpublikum
Firmenbesuche
Gemeinsame Besuche zu relevanten Unternehmen und Behörden der Branche. Diese werden auf die teilnehmenden deutschen Unternehmen angepasst.
Individuelle B2B- Meetings
Individuelle und begleitete Geschäftsgespräche mit potenziellen Geschäftspartnern
Vorläufiges Programm
-
Auftaktworkshop.
September 2026
-
Markterkundungsreise nach Polen & Estland.
September 2026
-
Informationsveranstaltung / Webinar Verteidigungsindustrie Polen Estland.
November 2026
-
Strategie-Webinar.
März 2027
-
Informationsreise nach Deutschland zur DSEI-Germany, Hannover.
April 2027
-
Geschäftsanbahnungsreise nach Polen & Estland.
Juni 2027
-
Steuerungstreffen.
August 2027
-
Leistungsschau in Polen & Estland.
September 2027
-
Webinar.
Oktober 2027
-
Abschluss und Nachbereitung.
November 2027
Geschäftschancen
Die stark steigenden Verteidigungsausgaben in Polen und Estland eröffnen deutschen Unternehmen der maritimen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie erhebliche Geschäftsmöglichkeiten. Im gesamten Ostseeraum entsteht ein wachsender und technologisch anspruchsvoller Markt für maritime Technologien, insbesondere zum Schutz kritischer Unterwasser- und Offshore-Infrastrukturen, die sich nach jüngsten Sabotageakten als besonders verwundbar erwiesen haben. Daraus ergibt sich ein wachsender Bedarf an Überwachungs-, Detektions- und Abwehrlösungen.
Polen investiert erheblich in den Ausbau seiner Marine sowie in Küstenschutz, Minenabwehr und seegestützte Sensorik. Deutsche Anbieter sind bereits über Joint Ventures mit der polnischen Rüstungsindustrie vertreten und können sich im Marinesektor über Programmbeteiligungen und Zulieferrollen weiter positionieren.
Estland plant bis 2029 Investitionen in Milliardenhöhe und will die Verteidigungsausgaben deutlich anheben, mit klarem Schwerpunkt auf dem Schutz der Unterwasserinfrastruktur und KI-gestützter Küstenüberwachung. Zusätzliche Bedarfe entstehen durch laufende NATO-Missionen und koordinierende Strukturen im Ostseeraum, woraus konkrete Marktchancen bei maritimer Sensorik, unbemannten See- und Unterwassersystemen sowie maritimer Cybersicherheit erwachsen.
In diesen Feldern sind deutsche Anbieter mit ihrem Know-how in Marineschiffbau und Sonartechnik gut positioniert. Hinzu kommen Chancen in Hafen- und Energieinfrastruktur, Cyber- und Informationssicherheit sowie bei F&E-Partnerschaften und Technologietransfer. Die geografische Nähe zu Russland erhöht den politischen Willen zu einem schnellen Ausbau maritimer Fähigkeiten und schafft ein langfristig stabiles Marktumfeld. Auch Wartung, Ausbildung und Systemintegration bieten zusätzliche Erlöspotenziale.
Insgesamt entwickeln sich Polen und Estland damit zu strategisch wichtigen Zielmärkten für die deutsche maritime Verteidigungsindustrie.
Chancen für deutsche Unternehmen
Deutsche Unternehmen finden in der polnischen maritimen Wirtschaft und Energieindustrie sowie in der estnischen Sicherheits- und Vereidungsindustrie bedeutende Geschäfts- und Partnerschaftsmöglichkeiten, insbesondere in:
-
Hafen- und Energieinfrastruktur: Hydrotechnik, Terminalautomatisierung, Sicherheits-, Überwachungs- und Schutzsysteme, militärische Logistik sowie Offshore-Windtechnik.
-
Cyber- und Informationssicherheit: Die Nachfrage an Cyberverteidigungslösungen, Software- und KI-basierte Verteidigungssysteme sowie fortschrittliche Sicherheitsarchitekturen wächst kontinuierlich.
-
Autonome Systeme, Sensoren und Kommunikationstechnologie: Entwicklung und Integration autonomer Plattformen, sowie Kommunikations- und Sensorsysteme für den Verteidigungsbereich.
-
Forschung, Entwicklung und internationale Kooperation:: F&E-Partnerschaften, Joint Ventures mit polnischen & estnischen Verteidigungsunternehmen, Technologietransfer, Kooperationen im Rahmen der estnischen Smart Defence Initiative.
Teilnahmebedingungen
Das Projekt ist Bestandteil des Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme am Projekt beträgt für jedes Programmjahr (12 Monats-Zyklus) in Abhängigkeit von der Größe des Unternehmens:
-
750 EUR (netto) für Teilnehmende mit weniger als 2 Mio. EUR Jahresumsatz und weniger als 10 Mitarbeitenden
-
2.550 EUR (netto) für Teilnehmende mit weniger als 150 Mio. EUR Jahresumsatz und weniger als 750 Mitarbeitenden
-
4.500 EUR (netto) für Teilnehmende ab 150 Mio. EUR Jahresumsatz oder ab 750 Mitarbeitenden
Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten werden von den Teilnehmenden selbst getragen. Für alle Teilnehmenden werden die individuellen Beratungsleistungen in Anwendung der De-Minimis-Verordnung der EU bescheinigt. Teilnehmen können maximal 10 Unternehmen. Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt, wobei KMU Vorrang vor Großunternehmen haben.
Eine Übersicht zu weiteren Projekten des Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.gtai.de/mep abgerufen werden.
Durchführer
Kooperationspartner


Fachpartner






