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Geschäftsanbahnung Japan Fahrzeugindustrie / Brennstoffzellenindustrie

Geschäftsanbahnung für deutsche Unternehmen aus dem Bereich Fahrzeugindustrie / 
Brennstoffzellentechnologie nach Japan im Rahmen des Markterschließungsprogramms des BMWK

Durchführungszeitraum: 11.-15. November 2024

Veranstaltungsort: Japan

Anmeldefrist: 12. August 2024

Vom 11. – 15. November 2024 führt die Deutsche Industrie- und Handelskammer in Japan (AHK Japan), im  Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und in Kooperation mit enviacon international, eine Geschäftsanbahnungsreise für Anbieter aus dem Bereich Fahrzeugindustrie / Brennstoffzellentechnologie nach Japan durch. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU).

Teilnahmebedingungen und Format der Veranstaltung

Im Fokus der Geschäftsanbahnung steht das B2B-Matchmaking zwischen deutschen Unternehmen und ausländischen Akteuren. Das Markterschließungsprogramm richtet sich primär an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) des Bereichs Fahrzeugindustrie in Deutschland. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 12 Unternehmen begrenzt. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge der Anmeldungen berücksichtigt, KMU haben Vorrang vor Großunternehmen.

Das Programm beinhaltet eine intensive Vorbereitung der Teilnehmenden auf den Markteinstieg in Japan, darunter:

​​

  • Individuelle Termine: Für die teilnehmenden Unternehmen werden im Vorfeld der Reise individuelle geschäftliche Termine mit ausgesuchten potenziellen GeschäftspartnerInnen und AuftraggeberInnen im Zielland vereinbart.

  • Zielmarktanalyse: Die teilnehmenden deutschen Unternehmen erhalten im Vorfeld der Reise eine eigens für die Veranstaltung erstellte Zielmarktanalyse.

  • Besuche von Institutionen und Referenzprojekten: Im Rahmen des Programms werden ausgewählte Institutionen und Referenzprojekte besucht.

  • Präsentation: Im Rahmen einer Präsentationsveranstaltung im Zielland stellen sich die deutschen Unternehmen individuell mit einem Vortrag einem ausgewählten japanischen Fachpublikum vor, das aus VertreterInnen von Unternehmen, Verbänden und staatlichen Institutionen besteht. Damit wird die Leistungsfähigkeit der deutschen Luftfahrtindustrie demonstriert.

  • Networking: Im Anschluss an die Präsentationsveranstaltung können kurzfristig Kontakte zu den anwesenden VertreterInnen der einheimischen Unternehmen aufgenommen werden.

Das Projekt wird im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) durchgeführt und ist Bestandteil des Markterschließungsprogramms für KMU, welches aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert wird.

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.gtai.de/mep abgerufen werden.

Fahrzeugindustrie in Japan

Der japanische Markt für die Fahrzeugindustrie gehört zu den größten und wichtigsten weltweit. Bereits seit Mitte der 1960er Jahre expandierte die japanische Automobilindustrie stetig, um über den Bedarf im Heimatmarkt hinaus auch den Exportmarkt zu bedienen. Japanische Automobilhersteller wie Toyota, Honda, Nissan und Mazda haben einen weltweit bekannten Ruf für Qualität, Zuverlässigkeit und 
Innovation. Diese Unternehmen haben eine lange Tradition und produzieren neben Personenkraftwagen (PKWs) zum Teil auch Nutzfahrzeuge und Busse. Mit zunehmender Globalisierung wurden auch immer mehr ausländische Zulieferer in die Produktionskette aufgenommen und trugen zur positiven  Entwicklung bei. Neben der Pionierleistung der japanischen Hersteller im Bereich der hybriden Antriebe 
wurde in den letzten Jahren verstärkt der Schwerpunkt auf die weitere Forschung und Entwicklung von alternativen Antriebsformen für eine emissionsfreie Mobilität gelegt, die in Zukunft herkömmliche Verbrennungsmotoren mit fossilen Brennstoffen ersetzen sollen. Dazu gehört auch der Einsatz von Wasserstoff im Mobilitätsbereich.

Laut einer aktuellen Marktstudie der Fuji Keizai Group wird erwartet, dass der globale Markt für  Brennstoffzellen im Jahr 2040 für PKWs um das 130-fache des Niveaus von 2022 auf 10,8 Bio. JPY wachsen wird, während der Markt für Brennstoffzellen für Nutzfahrzeuge (LKWs und Busse) um das 34-fache auf 2,8 Bio. JPY steigen soll. Dabei wird allein der japanische Markt im selben Zeitraum voraussichtlich gar um das 553-fache auf rund 1,39 Bio. JPY im PKW-Bereich und um das 45-fache auf 112 Mrd. JPY im Bereich der Nutzfahrzeuge anwachsen. Zudem gehen weitere Prognosen davon aus, dass der Weltmarkt für Brennstoffzellensysteme, der nicht nur Fahrzeuge, sondern  auch Stromerzeugungs- und Ladeeinrichtungen umfasst, im Jahr 2040 auf 18,2 Bio. JPY anwachsen wird, was ebenfalls dem 45-fachen des Niveaus von 2022 entspricht. Aufgrund des hohen Interesses der japanischen Hersteller an deutscher Brennstoffzellentechnologie ist davon auszugehen, dass sich interessante Geschäftsmöglichkeiten mit japanischen Herstellern in Japan ergeben dürften.

 

Markt für Brennstoffzellentechnologie
Toyota ist mit der Einführung seines Brennstoffzellen-Modells „MIRAI“ bereits seit 2017 ein Pionier im Wasserstoff-Antriebsbereich. Neben Toyota engagieren sich auch andere japanische Unternehmen und Forschungseinrichtungen intensiv mit der Brennstoffzellentechnologie. Honda hatte beispielsweise mit dem „Honda Clarity Fuel Cell“ ein Konkurrenzmodell entwickelt, während sich Nissan mit Partnern an 
Projekten zur Förderung von Wasserstoffinfrastrukturen beteiligt. Ein wichtiger Baustein bei der Verbreitung von Brennstoffzellenfahrzeugen ist die Entwicklung von Wasserstofftankstellen, 
die als Infrastruktur für die Kraftstoffversorgung dienen. Im Jahr 2020 wurden weltweit mehr als 500 Wasserstofftankstellen installiert. Dabei hatte Japan mit 162 mit Abstand die meisten errichteten Tankstellen, gefolgt von China mit 100.

Obwohl Brennstoffzellenfahrzeuge im Wettbewerb mit Elektrofahrzeugen stehen, wird aufgrund ihrer Eignung für Langstrecken- und Nutzfahrzeuge eine steigende Nachfrage erwartet. Im November 2023 waren bereits 109 mit Brennstoffzellen angetriebene Busse im Tokioter Stadtgebiet im Einsatz. Darüber hinaus soll die Technologie in anderen Bereichen als Antrieb zum Einsatz kommen. Dazu gehören z.B. Schiffe, Eisenbahnen und Drohnen, was zu einem noch höheren Wasserstoffbedarf führen dürfte. Die Technologie steht jedoch noch vor Herausforderungen wie der Herstellung von Wasserstoff zu wettbewerbsfähigen Preisen und dem Aufbau eines flächendeckenden Distributions- und Tankstellennetzes. Die japanische Regierung unterstützt die Entwicklung hin zu einer Wasserstoff-Gesellschaft mit wesentlichen Richtlinien. Letztere sind ambitioniert und ohne internationale Kooperationen bei dem gegenwärtigen Umsetzungstempo und mit eigenen Kapazitäten voraussichtlich nur schwer erreichbar.
 

Geschäftschancen für deutsche Unternehmen

Automobilzulieferer und -hersteller reagieren auf die Herausforderungen des Marktes mit teilweise umfangreichen Kooperationen, insbesondere zur Entwicklung der Brennstoffzellentechnik und der dazugehörigen Komponenten. Deutsche KMUs weisen dabei einen hohen Grad der Spezialisierung auf, der die Technologien besonders interessant macht. Die wichtigsten Komponenten, die von den Unternehmen entwickelt und produziert werden, umfassen neben Zellmodulen auch spezielle Ventile, Ausgleichsbehälter und Regelklappen für die Brennstoffzellentechnologie.

 
Auch der hohe Modularitätsgrad ist für japanische Hersteller sehr interessant. Die hohe Spezialisierung deutscher KMUs bietet japanischen Unternehmen die Möglichkeit, den eigenen Entwicklungsaufwand in Grenzen zu halten und mit deutschen Partnern weitere Märkte zu bedienen. Der noch teils vorwettbewerbliche und noch nicht gesättigte Markt öffnet daher viele Türen zur Kooperation. Gleichzeitig bietet er ausländischen Anbietern Raum für einen Markteintritt.


Teilnahmebedingungen

Das Projekt ist Bestandteil des Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme am Projekt beträgt in Abhängigkeit von der Größe des Unternehmens:

  • 500 EUR (netto) für Teilnehmende mit weniger als 2 Mio. EUR Jahresumsatz und weniger als 10 Mitarbeitenden

  • 750 EUR (netto) für Teilnehmende mit weniger als 50 Mio. EUR Jahresumsatz und weniger als 500 Mitarbeitenden

  • 1.000 EUR (netto) für Teilnehmende ab 50 Mio. EUR Jahresumsatz oder ab 500 Mitarbeitenden


Allgemeine Hinweise und Anmeldung
Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten werden von den Teilnehmenden selbst getragen. Für alle Teilnehmenden werden die individuellen Beratungsleistungen in Anwendung der De-Minimis-Verordnung der EU bescheinigt. Teilnehmen können maximal 12 Unternehmen. Anmeldungen werden in
der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt, wobei KMU Vorrang vor Großunternehmen haben.

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