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Leistungsschau Chile GreenTech

für deutsche Unternehmen aus dem Bereich „GreenTech made in Germany“; Lösungen für die Kreislaufwirtschaft und erweiterte Produzentenverantwortung im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU

Durchführungszeitraum: 25. - 28. Oktober 2022

Veranstaltungsort: Santiago de Chile

Anmeldefrist: 25. August 2022

Vom 25.10. bis 28.10.2022 führt enviacon international, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und in Kooperation mit der AHK Chile eine Leistungsschau nach Chile durch. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme. Sie ist Bestandteil der Exportinitiative Umwelttechnologien und wird im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU durchgeführt. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU).

Teilnahmebedingungen und Format der Veranstaltung

Schwerpunkt der Leistungsschau ist ein eintägiges Symposium auf dem die deutschen Unternehmen und andere geeignete Experten die Leistungsfähigkeit der deutschen Branche präsentieren. Außerdem sollen über die Leistungsschau Möglichkeiten der Kontaktaufnahme zu wichtigen Akteuren im Zielmarkt geschaffen werden. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 12 Unternehmen begrenzt. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge der Anmeldungen berücksichtigt, KMU haben Vorrang vor Großunternehmen.

Das Programm beinhaltet eine intensive Vorbereitung der Teilnehmer auf den Markteinstieg in Chile, darunter:

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  • Symposium: Im Mittelpunkt der Leistungsschau steht das ganztägige Symposium. Die deutschen Unternehmen stellen sich und ihre Produkte/Dienstleistungen einem Fachpublikum vor. 

  • Individuelle Kontaktgespräche und Networking: Im Rahmen des Symposiums haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, mit potenziellen Geschäftspartnern in Kontakt zu kommen und weitere Kontakte zu knüpfen.

  • Marktbriefing: Seminarveranstaltung mit Informationen zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

  • Besuche von Unternehmen und Referenzprojekten: Im Rahmen des Programms werden ausgewählte Institutionen und Referenzprojekte besucht.

  • Umfangreiche Zielmarktanalyse: Diese beinhaltet allgemeine und fachspezifische Informationen über Marktpotenzial und -entwicklungen, rechtliche und politische Informationen zum Markteinstieg, Hintergrundinformationen sowie Kontaktdaten von relevanten Netzwerken in den Zielmärkten.

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Das Projekt wird im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) durchgeführt und ist Bestandteil des Markterschließungsprogramms für KMU, welches aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert wird.

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.ixpos.de/markterschliessung abgerufen werden.

Abfall und Recycling in Chile

Nach Daten der Weltbank lag der Urbanisierungsgrad Chiles mit einer Gesamtbevölkerung von über 19 Mio. Einwohnern im Jahr 2020 bei 88 %. Sowohl die Bevölkerungszahl als auch der Wohlstand der Bevölkerung unterlag in den letzten Jahren einem positiven Wachstum. Folglich stieg auch das Abfallvolumen kontinuierlich an. Die Weltbank geht für Chile 2025 von einer Verdopplung der Siedlungsabfälle im Vergleich zu 2012 auf 26.493 Tonnen pro Tag aus. Der Markt für Recycling und Abfallwirtschaft ist somit ein interessanter Wachstumsmarkt. Letzten verlässlichen Statistiken aus dem Jahre 2019 zufolge, beläuft sich die Zahl der gesamten festen Abfälle („residuos solidos“) in Chile auf ca. 20 Mio. t pro Jahr. Diese setzten sich zu ca. 40 % aus Siedlungs- und zu 60 % aus Industrieabfällen zusammen. Bioabfälle umfassen ein Volumen von 4,3 Mio. t, wovon weniger als 1 % aktuell verwertet wird. Pro Einwohner erzeugt Chile jährlich 412,45 kg Haushaltsmüll (Stand 2020).

 

In Chile existiert seit 2005 eine umfassende Abfallpolitik, die insbesondere in dem 2016 verabschiedeten Gesetz zur erweiterten Produzentenverantwortung, dem „Ley REP“, festgeschrieben wurde. Hierdurch haben sich neue Möglichkeiten für neue Dienstleistungen und Technologien grüner Anbieter ergeben. Mit der Nationalen Strategie für Bioabfälle hat Chile sich zudem das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2040 die Verwertung von Bioabfälle auf 66 % zu steigern. In diesem Zusammenhang wurden Zwischenziele definiert, deren Umsetzung bis 2030 geplant sind. So sollen etwa durch die Errichtung von Kompostanlagen, im Öffentlichen wie im Privaten, 30 % der auf Gemeindeebene anfallenden Bioabfälle verwertet werden.

 

Betrachtet man die fünf Stufen der Abfallwirtschaft, befindet sich Chile momentan zwischen Stufe 2 („Zuverlässige Sammlung und bessere Deponien“) und 3 („Getrenntsammlung und Sortierung“) und somit am Übergang von der Abfallentsorgung hin zu einer Kreislaufwirtschaft. Es wurde bereits eine Basis geschaffen, auf der Sensibilisierungsmaßnahmen, schärfere Umweltgesetze und Regularien aufbauen können, um den Weg für den Einsatz moderner GreenTech-Technologien zu ebnen.

Marktchancen für deutsche Unternehmen

Chile möchte die Recyclingrate von aktuellen 11,8 % auf 30 % erhöhen, jedoch fehlen dem Land Technologien zur Abfalltrennung und -sammlung, Abfallbehandlung und energetischen Nutzung. Die Abfallentsorgung erfolgt überwiegend auf Deponien. Auch Sortieranlagen gibt es noch nicht. Beispielsweise verfügt Chile lediglich über Kapazitäten zur Behandlung von 23 % der ca. 31.900 t Kunststoffabfall, die in Chile pro Monat erzeugt werden. In der Praxis behandelt werden jedoch nur 9 % des Kunststoffabfalls. Die 10.8670 t Elektroschrott sowie die 465 t Haushaltsbatterien, die pro Monat anfallen, können derzeit nicht in Chile behandelt werden, sondern werden bestenfalls gelagert. Da diese Produktgruppen vom neuen Gesetz zur Erweiterten Produzentenverantwortung betroffen sind, werden hier dringend Lösungen und Technologien benötigt.

Zielgruppe und Preis

Die Geschäftsanbahnung richtet sich an deutsche Unternehmen aus dem Bereich Abfall- und Recycling. Sie zielt darauf ab, die Leistungsfähigkeit der deutschen Branche zu demonstrieren, Kontakte zu chilenischen Unternehmen zu knüpfen und auszubauen und neue Kooperationen in diesem Markt zu ermöglichen.

Für die Teilnahme and der Leistungsschau ist ein Teilnehmerbeitrag zu entrichten. Dieser beträgt in Abhängigkeit der Unternehmensgröße zwischen 500 und 1.000 EUR (netto). Weitere Informationen hierzu finden Sie im Infoletter, den Sie sich oben herunterladen können. 

Ihr Ansprechpartner
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