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Geschäftsanbahnung Argentinien Abfall- und Recyclingwirtschaft

Geschäftsanbahnungsreise für deutsche Unternehmen aus dem Bereich Abfall- und Recyclingwirtschaft  im Rahmen des Markterschließungsprogramms des BMWK

Durchführungszeitraum: 31. Oktober - 04. November 2022

Veranstaltungsort: Buenos Aires

Anmeldefrist: 31. August 2022

+++ Sollte auf Grund der globalen Ausbreitung des Coronavirus COVID-19 (SARS-CoV-2) Reisen nach Argentinien nicht möglich sein, wird die Geschäftsanbahnung digital organisiert. +++

Vom 31.10. bis 04.11.2022 führt enviacon international, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), gemeinsam mit der AHK Argentinien eine Geschäftsanbahnungsreise nach Argentinien durch. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme. Sie ist Bestandteil der Exportinitiative Umwelttechnologien und wird im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU durchgeführt. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU).

Teilnahmebedingungen und Format der Veranstaltung

Im Fokus der Geschäftsanbahnung steht das B2B-Matchmaking zwischen deutschen Unternehmen und ausländischen Akteuren. Das Markterschließungsprogramm richtet sich primär an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der Abfall- und Recyclingwirtschaft in Deutschland. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 12 Unternehmen begrenzt. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge der Anmeldungen berücksichtigt, KMU haben Vorrang vor Großunternehmen.

Das Programm beinhaltet eine intensive Vorbereitung der Teilnehmer auf den Markteinstieg in Argentinien, darunter:

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  • Individuelle Geschäftstermine: Individuell vorbereitete und durch Dolmetscher begleitete Geschäftstermine und Erstkontaktgespräche.

  • Marktbriefing: Seminarveranstaltung mit Informationen zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

  • Präsentationsveranstaltung: Die Präsentationsveranstaltung mit Unterstützung lokaler Branchenverbände und Unternehmen bietet Teilnehmern Möglichkeiten zum Networking und im Rahmen eines online Vortrags Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsabsichten dem lokalen Fachpublikum und möglichen Geschäftspartnern näher zu bringen.

  • Umfangreiche Zielmarktanalyse: Diese beinhaltet allgemeine und fachspezifische Informationen über Marktpotenzial und -entwicklungen, rechtliche und politische Informationen zum Markteinstieg, Hintergrundinformationen sowie Kontaktdaten von relevanten Netzwerken im Zielmarkt.

Das Projekt wird im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) durchgeführt und ist Bestandteil des Markterschließungsprogramms für KMU, welches aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert wird.

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.ixpos.de/markterschliessung abgerufen werden.

Zielmarkt Argentinien

Für die Behandlung gefährlicher Abfälle mangelt es in Argentinien an integraler Infrastruktur, aber es ist insgesamt ein wachsendes Interesse an der Thematik zu beobachten. Auch auf Regierungsebene mehren sich entsprechende Initiativen, wie z. B. der Plan für produktive grüne Entwicklung von 2021. Dieser sieht Investitionen von mehr als 10 Mrd. Pesos vor. Gefährliche Industrieabfälle stellen in Argentinien an vielen Orten (vor allem im Landesinneren) immer noch eine große Bedrohung für Umwelt und Trinkwasser dar, da ihre Behandlung unzureichend ist und es wenig Wissen über die Alternativen und das technologische Angebot für die Behandlung und Wiederverwertung von Abfällen gibt.

 

Die Pandemie (Covid-19) verschärfte das Problem der Behandlung und Entsorgung infektiöser Krankenhausabfälle. In Argentinien fallen jeden Monat 4.000 Tonnen pathogener Abfälle an, zu denen bestimmte Krankenhausabfälle zählen. Obwohl diese Abfälle nur einen kleinen Teil des gesamten Abfallaufkommens in Gesundheitseinrichtungen ausmachen (ca. 20 % der Gesamtmenge, von denen wiederum 5 % als Sondermüll eingestuft werden), kam es bereits vor der Pandemie zu Klagen und Zweifeln an der sachgerechten Entsorgung dieser Abfälle. Sie stellen eine potenzielle Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung dar.

 

Im Bergbausektor besteht ein hohes Entwicklungspotenzial (v. a. Gold, Silber und Lithium). Im Vergleich zu anderen Bergbauländern ist die entsprechende Infrastruktur jedoch wenig ausgebaut. Auf der anderen Seite stehen jedoch die Herausforderungen des Umweltschutzes, um die Auswirkungen der Bergbauaktivitäten zu verringern. Quecksilber ist hier ein Thema. Seit 2015 ist der Quecksilbermarkt in Argentinien nicht mehr aktiv, deshalb werden Quecksilberabfälle ohne Weiterverbreitung/Behandlung gelagert, obwohl Argentinien verpflichtet ist, seine gefährlichen Abfälle ordnungsgemäß zu behandeln. Allein die größte Mine des Landes hat 2018 ca. 370 Tonnen Flüssigmetall gelagert.

 

Chancen für deutsche Unternehmen ergeben sich vor allem in den folgenden Bereichen:

  • Industrie: Lösungen zur Abfallbehandlung (Bergbau, Stahl, Papier, Landwirtschaft und Petrochemie).

  • Behandlung infektiöser Krankenhausabfälle: Abfallwirtschaft in Städten und Gemeinden ist oft nur unzureichend vorhanden (kommunale Schadstoffsammlung).

  • Behandlung von Deponiegas (Methan) für bereits bestehende Deponien.

  • Beratung zu Möglichkeiten der Abfallbehandlung.

  • Fehlende Umweltschutzmechanismen in Deponien.

Zielgruppe und Preis

Die Geschäftsanbahnung richtet sich an deutsche Unternehmen aus dem Bereich Abfall- und Recyclingwirtschaft. Sie zielt darauf ab, Kontakte zu argentinischen Unternehmen zu knüpfen und auszubauen und neue Kooperationen in diesem Markt zu ermöglichen.

Für die Teilnahme and der Geschäftsanbahnung ist ein Teilnehmerbeitrag zu entrichten. Dieser beträgt in Abhängigkeit der Unternehmensgröße zwischen 500 und 1.000 EUR (netto). Weitere Informationen hierzu finden Sie im Infoletter, den Sie sich oben herunterladen können. 

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