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DIGITALE GESCHÄFTSANBAHNUNG BOLIVIEN
LEBENSMITTEL- UND VERPACKUNGSTECHNOLOGIEN
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Digitale Geschäftsanbahnung für deutsche Unternehmen im Bereich "Lebensmittel- und Verpackungstechnologien" im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms

Veranstaltungszeitraum: 13. - 17.09.2021

Veranstaltungsort: Santa Cruz, Bolivien / Digitale Umsetzung

Charlotte Schuchard

Charlotte Schuchard

Project Director

Tel. +49 30 814 8841 -23 

schuchard@enviacon.com

+++ Update: Aufgrund der aktuellen globalen Ausbreitung des Coronavirus COVID-19 (SARS-CoV-2) werden zentrale Bestandteile der Geschäftsreise (Gruppentermine, Marktbriefing, Präsentationsveranstaltung, individuelle B2B-Termine) als Webinare über Konferenztools organisiert. Je nach Pandemieentwicklung können ggf. Termine während der Durchführungswoche oder im Anschluss vor Ort wahrgenommen werden. +++

 

Vom 13. bis 17. September 2021 führt enviacon international, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), eine digital umgesetzte Geschäftsanbahnung im Bereich "Lebensmittel- und Verpackungstechnologien" im Zielmarkt Bolivien durch. Es handelt sich hierbei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU. Während der fünftägigen Maßnahme erhalten deutsche Unternehmen umfassende Einblicke in den bolivianischen Markt für Lebensmittel- und Verpackungstechnologien, knüpfen erste Kontakte zu Geschäfts- und Kooperationspartnern im Zielmarkt und lernen den Absatzmarkt besser kennen. Das vielseitige Programm bietet branchenspezifische Daten und Fakten zum Zielmarkt sowie individuell zugeschnittene Informationen und Geschäftstermine.

 

Teilnahmebedingungen und Format der Veranstaltung

Im Fokus der Geschäftsanbahnung steht das B2B-Matchmaking zwischen deutschen Unternehmen und ausländische Akteuren. Das Markterschließungsprogramm richtet sich primär an kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) im Bereich Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 8 Unternehmen begrenzt. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge der Anmeldungen berücksichtigt, KMU haben Vorrang vor Großunternehmen.

Das Programm beinhaltet eine intensive Vorbereitung der Teilnehmer auf den Markteinstieg in Bolivien, darunter:

  • Virtuelle Geschäftstermine: Individuell vorbereitete und durch Dolmetscher begleitete Geschäftstermine und Erstkontaktgespräche.

  • Marktbriefing: Digitale Seminarveranstaltung in Form eines Webinars mit Informationen zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

  • Auftaktveranstaltung: Die halbtägige Präsentationsveranstaltung in Form eines Webinars mit Unterstützung lokaler Branchenverbände und Unternehmen bietet Teilnehmern Möglichkeiten zum Networking und im Rahmen eines Vortrags Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsabsichten dem lokalen Fachpublikum und möglichen Geschäftspartnern näher zu bringen.

  • Umfangreiche Zielmarktanalyse: Diese beinhaltet allgemeine und fachspezifische Informationen über Marktpotenzial und -entwicklungen, rechtliche und politische Informationen zum Markteinstieg, Hintergrundinformationen sowie Kontaktdaten von relevanten Netzwerken im Zielmarkt.

  • Termine vor Ort: Soweit physische Reisen möglich sind, wird die AHK Bolivien den teilnehmenden Unternehmen bei der Organisation von Geschäftsterminen im Zielland assistieren. Dies bezieht sich sowohl auf die Durchführungswoche als auch auf Termine im Anschluss des Projekts.

Das Projekt wird im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) durchgeführt und ist Bestandteil des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU, welches aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert wird.

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.ixpos.de/markterschliessung abgerufen werden.

Marktinformationen​

Bolivien wurde von der Covid-19-Pandemie stark getroffen. Aufgrund eines strengen Lockdowns schrumpfte das BIP im ersten Halbjahr 2020 um 11,1 %, die lebensmittelverarbeitende Industrie brach sogar um 19 % ein. Hierauf reagierte die bolivianische Regierung mit Investitionen in Höhe von 4 Mio. USD. Zudem wurde ein Importersatzprogramm durch die Ausweitung der heimischen Produktion aufgesetzt. Dessen ungeachtet ist anzunehmen, dass sich die hohen Wachstumsraten der Vorjahre nach Überwinden der Pandemie fortsetzen werden. Bereits für 2021 wird ein BIP-Wachstum von 4,8 – 5,2 % prognostiziert.

 

Trotz des recht kleinen Binnenmarktes eröffnet Bolivien für deutsche Unternehmen der Fleisch-, Soja- und Rohrzuckerverarbeitungsindustrie sowie in der Verpackungswirtschaft vielseitige Marktchancen. Im Gegensatz zu Nachbarstaaten wie Peru und Chile sind in Bolivien bislang nur wenige ausländische Unternehmen aktiv, sodass Marktlücken ohne große internationale Konkurrenz gezielt anvisiert werden können.

 

In Bolivien werden viele kleine und mittelgroße Farmen betrieben. Diese sind häufig nicht oder nur unzureichend automatisiert und digitalisiert und bieten für deutsche Anbieter entsprechend großes Potenzial. Aktuell kommen in der Viehwirtschaft für Tierfütterung, Schlachtung und Zerlegung vorrangig brasilianische und argentinische Technologie zum Einsatz. Gleichzeitig zielen viele bolivianische Produzenten immer mehr auf Fleischproduktion im Premium- und Exportsegment ab, wodurch Kooperationsmöglichkeiten für deutsche Hersteller von Lebensmittel- und Verpackungstechnologien und entsprechendes Knowhow entstehen.

Beim Soja- und Rohrzuckeranbau sind bolivianische Agrarbetriebe regelmäßig vor Herausforderungen in den Bereichen Bewässerung und Lagerung bzw. Verfügbarkeit von Speichern gestellt. Auch hat eine übermäßige Verwendung chemischer Dünger zuletzt zu einer verschlechterten Bodenqualität geführt. Kleinere Produzenten, die 80 % der Betriebe darstellen, sind hier jeweils auf innovative und international wettbewerbsfähige Lösungen angewiesen.

 

Im tropischen, östlichen bolivianischen Tiefland stellt außerdem die Gewährleistung von lückenlosen Kühlketten ein zentrales Thema der lokalen Agrarwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung dar. Viele lokale Unternehmen nutzen veraltete Technik und haben deshalb 10 – 15 % höhere Stromkosten als vergleichbare Betriebe in konkurrierenden Märkten. Deutsche Anbieter können hier maßgeschneiderte und effiziente Lösungen anbieten. Auch die Lebensmittellogistik bietet Anknüpfungspunkte und kann von ausländischer Seite unterstützend optimiert werden. Da Nahrungsmittel von wenigen Produktionszentren in das gesamte und sehr weitläufige Land verteilt werden müssen, gibt es hier langfristige Marktpotentiale.

 

Die bolivianische Lebensmittelverpackungsindustrie ist bislang von wenigen Playern geprägt. Ein Großteil der Verpackungen wird importiert, die lokalen Erzeugnisse weisen hingegen häufig wenig Innovationspotential auf. Während der Pandemie herrschte ein starker Verpackungsengpass, weshalb die lokale Produktion zukünftig stärker im Fokus stehen wird und deutschen Firmen Kooperationsmöglichkeiten mit lokalen Produzenten bietet. Darüber hinaus ist bisher die Recyclingquote bei Lebensmittelverpackungen gering, sodass deutsche Unternehmen sich mit umweltfreundlichen und kostengünstigen Lösungen einbringen können. Insbesondere kühlkettenfreundliche Produktdesigns (bspw. für Fleisch- und Milchprodukte) sind gefragt.

Für weitere Details zum Thema Marktpotenzial: Siehe Informationsflyer.

Marktchancen für deutsche Unternehmen

  • Beratung der bei der Entwicklung von beruflichen Bildungsmodellen

  • Gestaltung von Rahmenlehrplänen und Ausbildungsordnungen

  • Qualifizierung von Lehrkräften und Ausbildungsbetreuern

  • Unterstützung von neu eingerichteten Ausbildungszentren

  • Bereitstellung von Lernmedien, insbesondere E-Learning-Tools

Ihre Vorteile einer Teilnahme

  • Neue Geschäftsmöglichkeiten in Bolivien

  • Umfangreiche Marktinformationen über die Branche im Zielland aus erster Hand – schriftlich vorab (Zielmarktanalyse) und in Webinaren und virtuellen Rundgängen (Briefing, virtuelle Treffen mit lokalen Experten)

  • Digitales Networking mit wichtigen Entscheidungsträgern des Sektors

  • Vernetzungsmöglichkeiten und Kontaktaufbau mit Akteuren aus Kultur, Wirtschaft und Politik